Scrambler light
Mit 870 Millimetern Sitzhöhe und dem durch oben verlegten Auspuff recht weiten Schrittbogenlänge, ist die XE eher was für Mensch ab 1,75 Metern. Wer es niedriger und nicht ganz so radikal mag, der wird sich mit der Scrambler 1200XC sicher gut anfreunden können. Diese ist 30 Millimeter tiefer, hat entsprechend 200 Millimeter Federweg, eine 2 Millimeter dünnere Gabel, wiegt gut 2 Kilogramm weniger, hat eine um 32 Millimeter (547 Millimeter) kürzere Schwinge, bietet keinen Fahrmodus „Off-Road Pro“ sowie Kurven-ABS, kommt mit sehr guten Standardkomponenten und geringfügig abweichenden Design für 13.550 Euro auf die Straße, was aber im Alltag sicher vollkommen ausreichend und mehr einem Straßen-Setup entspricht.

Seitentasche reicht locker für eine Mehrtagestour
Nun starten wir aber mal unsere herbstliche Tour und packen schnell die wichtigsten Utensilien in die robust gearbeitete 25 Liter Seitentasche die aus schwarzem Hypernylon gefertigt ist und über ein wasserdichtes Futter verfügt. Für jemanden der sonst mit nur 18 Liter Hecktaschen verreist ein absoluter Luxus an Packvolumen und Leichtigkeit der Montage am Bike – ansetzen, klick und fertig. Ganz billig ist dieser Luxus allerdings nicht, denn mit dem notwendigen Montagekit sind knapp 650 Euro zu investieren. Wem das an Stauvolumen nicht reicht, der kann auf dem Heckhalter noch weiteres Gepäck mit Spanngurten exzellent verzurren und zusätzlich noch den ebenfalls im Zubehör erhältlichen Tankrucksack anbringen.
Also auf geht´s von Stuttgart in Richtung Schwäbischer Alb nach Zwiefalten, wo vor dem Zwiefalter Münster die Bäckerei Böck zum Frühstücken in der Morgensonne einlädt. Da aus Stuttgart raus man immer erst mal 40 Kilometer Bundesstraße absolvieren muss, kam direkt der Tempomat zum Einsatz, der sich einfach an der linken Bedieneinheit, die jeweils hinterleuchtet sind, aktivieren lässt und die eingestellte Geschwindigkeit im Display anzeigt. Dazu durften auch gleich die Griffheizung ihre Leistungsfähigkeit zeigen, die man ebenfalls links am Griff in 3 Stufen einschalten kann. Sie wird schnell warm und gibt eine angenehme und über die komplette Griffbreite verteilte Wärme ab.

Alle Infos optimal im Blick
Beim dahinrollen bleibt auch mal Zeit die runde Instrumenteneinheit zu studieren. Wie bei Triumph inzwischen üblich, lässt sich die Einheit in der Neigung einstellen, sodass ein optimaler Blickwinkel für jeden möglich ist. Das TFT-Display ist dadurch selbst bei direktem Sonneneinfall sehr gut ablesbar und passt automatisch den Kontrast an. So wechselt der Hintergrund schnell bei Einfahrt in Tunnels in einen dunklen Style. Wer möchte, kann den Style aber auch entsprechend direkt einstellen. Virtuelle Drehzahlmesser und Digitale Geschwindigkeitsanzeige fokussieren gut den Blick. Wer es nostalgischer mag, der kann auf „Theme 2“ umstellen und bekommt dann eine klassische analoge Anzeige. Rechts und links des Rundinstruments finden sich in einem Halbkreis weitere Informationen, die sich per Wählhebel am linken Lenkerenden durchklicken lassen.
Und wer noch mehr Infos möchte, der kann das optional erhältliche Bluetooth-Modul verwenden und sein Handy mit dem Display koppeln und per Tasten am Lenker nicht nur das Telefon und Musik bedienen, sondern auch in Verbindung mit der TriumphApp seine GoPro-Kamera und Google-Maps ansteuern sodass Richtungspfeile für eine einfache Navigation direkt im Cockpit angezeigt werden.

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